Zu viel 3.0

[Triggerwarnung : selbstschädigendes Verhalten – nochmal entsprechend im Text vermerkt]


Wie ich den Hauptgedanken der letzten Woche zusammenfassen kann?

Ich bin zu viel.

Die Hoffnung auf die Sitzung der Paartherapie, das irgendwie glatt zu bügeln und klarer zu stellen : Pustekuchen.

Es war nur noch mehr herumtreten auf mir. Auf der kleinen.

Das was du tust, ist nicht genug. Immer geht’s nur um dich. Du fühlst zu viel. Du fühlst falsch. Immer nur Ich- bezogen. Immer sind deine Gefühle wichtig. Immer nur du.

Sätze, die ich gestern hörte. Vermischt mit Glaubenssätzen, die ich kenne. Gegen die ich seit zwei Jahren ankämpfe. Die ich Versuche umzukehren. Und dann doch wieder vergebens scheitere.

Es reicht einfach nicht. Und ich bin wieder schwach. Ich schaffe es nicht, zu sehen, dass die Beziehung so nicht gut ist. Dass ich nach Hause gehen sollte.

Alles angespannt seit der Sitzung gestern. Also etwas Distanz aufgebaut am Morgen. In der Hoffnung, dass es danach besser sei. Eins kam zum anderen und wir waren fix wieder in einem Streit. Um nix und wieder nix.

Du solltest dir mal überlegen, ob du nicht mal wieder eine Nacht Zuhause schlafen solltest.

Schön, dass DU das gern möchtest, aber mir die Verantwortung für die Entscheidung zuschiebst.

Ja, sonst heißt es ja wieder ich würde dich “ bestrafen“ , abstoßen, rauswerfen.

Trigger. Trigger. Trigger. Und los.

“ Arschloch“ denke ich mir schon vorher beim Wäsche anmachen gehen. Und jetzt entlädt sich die ganze Wut.

Ich werde ungerecht, er wird ungerecht.

Am Ende dann er : “ Okay. Dann treffe ich jetzt die Entscheidung. Ich will dass du jetzt sofort gehst und deine Sachen mitnimmst. Jetzt sofort“.

Emotionaler Aussetzer. Modus- Wechsel.


[Triggerwarnung]

Ängstliches Kind. Verlustängste. Wut. Enttäuschung. Verzweiflung. Strafe.

Ich will das nicht. Ich kann das nicht. Wieder Verkackt. Wieder nicht geschafft.

F*ck diese scheiß Psyche. F*ck diesen Körper. Schreie ich. Und bestrafe nur einen : mich. Ich beleidige mich selbst. Ich schreie mich an. Ich entlade alles an mir. Ich tue mir weh. Mit Worten. Physisch. Aussetzer.

Ich weine. Ich bin ich. Aber als Kind. Hilflos. Klein. Traurig. Allein. Zusammengekauert nicht nur vor meinem inneren Auge. Auch auf dem Bett im Jetzt.

Die Kopfschmerzen setzen Instant ein.

Statt Leere kommt Schuld. Wieso habe ich das wieder gemacht? Ein paar Wochen hat’s geklappt, die Anspannung anders zu regulieren.

Diese Woche war es zu viel.

Niemals werde ich wohl ohne leben können.

Ich hasse mich dafür.

Am Montag ein Termin bei der schlauen Frau. Aber was bringt das schon noch. Rückfallprophylaxe? Ich habe ständig Rückfälle. Ich werde niemals heilen. Ich werde niemals stabil sein. Emotional. Persönlich.

Und wenn dann erstmal ‚ wirklich ‚ was passiert – wie soll ich das überleben?


Ja. F*ck diese Psyche.


Was danach passiert ist? Ich suchte das Gespräch mit dem Partner. Wir redeten normal. Er sagte ich solle bleiben. Beide konnten sich entschuldigen. Ich blieb.

Während ich aufgewühlt dort rum saß und er am PC war, blickte ich auf meinen eintätowierten Reminder selfcare.

Also ging ich in ein anderes Zimmer. Machte eine Meditation ( Meditation bei Traurigkeit), in der es darum ging ein Gefühl zuzulassen, es einzuladen. Und im Anschluss machte ich meditative Handpan – Musik an und nahm Kontakt zur kleinen Lynn auf.

Schnell saß sie nicht mehr im leeren Raum, sondern lag im Kinderzimmer im Bett. Ich saß bei ihr an der Bettkante. Ich legte meine Hand auf ihren Bauch ( imaginär) und in echt auch auf meinen. Und ich gab ihr, gab mir das Gefühl, sie, mich wahrzunehmen.

Das erste Mal in dieser Woche.

Danach konnte ich besser mit mir umgehen. Und auch mit dem Partner. Jeder machte seins. Am Abend schauten wir noch etwas Serie gemeinsam.

Stets begleitet von einem Kopfschmerz. Den ich mir aber wohl selbst eingebrockt hatte. Und gegen den auch keine Tabletten helfen. Denn da ist einfach wieder eine Beule. Und das heißt : 3 Tage mindestens ausharren.

Ich hasse mich dafür.

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