Dezember.

Der letzte Monat des Jahres beginnt heute. Wo sind die letzten 11 geblieben? Gefühlt bin ich mal wieder im Mai oder so hängen geblieben. Und auf einmal ist wieder Dezember.

Erst gestern sendete der Bruder ein Bild mit Baby vor’m Weihnachtsbaum. Gefühlt habe ich erst vorgestern das Foto vor’m Baum bekommen, wo der kleine Mann noch im Bauch war. Und jetzt strahlt er den Baum an, weil ihn das Leuchten fasziniert – und ist schon so groß.

Wahnsinn.


Mein größter Meilenstein in diesem Jahr ist auf jeden Fall, dass ich alle Prüfungen und Studienleistungen meines Studiums abgeschlossen habe. Jetzt fehlt wirklich nur noch die Abschlussarbeit.

Das kommt noch gar nicht so an, weil man ja weiß, dass die „Ausbildung“ dadurch trotzdem nicht zu Ende ist. Und das Referendariat dann wieder sehr anstrengend wird. Aber Fakt ist: da werde ich schon in der Schule sein. Und das motiviert mich enorm.

Die letzten zwei Wochen konnte ich ja krankheitsbedingt nichts für die Abschlussarbeit tun. Und ich weiß nach wie vor nicht, ob das gut ist oder nicht. Ich fühle mich etwas freier, weil ich es geschafft habe, diesen selbstgebauten Teufelskreis von „Schule- Uni – Schlafen ohne Pause“ zu durchbrechen. Weil ich den Kopf doch tatsächlich irgendwann einigermaßen frei hatte, nachdem ich den Kritiker zur Seite geschoben habe.

Und doch ist da der Teil in mir, der sagt “ In den zwei Wochen hättest du jetzt schon so viel schaffen können“.

Ja, hätte ich. Aber der Körper wollte das nicht.

Also gab es eine Zwangspause.

In den nächsten Tagen werde ich die Abschlussarbeit anmelden und dann wird es ernst. Ende Februar sollte ich sie dann abgeben, denn bis April muss alles korrigiert und an das Land weitergeleitet sein.

Aufregend.

Im Januar werde ich erfahren, welcher Standort mich ausbildet und so eine grobe Richtung wissen, in welcher Stadt mein Referendariat stattfinden wird. Ich hoffe ich kann hier wohnen bleiben. Und muss nicht allzu weit weg fahren oder gar wegziehen.

Bis Freitag bin ich noch krank geschrieben, morgen werde ich probieren, etwas für die Abschlussarbeit zu tun. Aber nur eine kurze Zeit.


Und dann freue ich mich, ab nächster Woche hoffentlich wieder in die Schule zu können. Das Gefühl kenne ich nämlich gar nicht aus den letzten 7 Jahren : krank sein und die Arbeit vermissen, weil sie einem eigentlich Spaß macht.

Jetzt habe ich Arbeit, die mir Spaß macht und bin daher auch etwas „traurig“, dass ich seit 2 Wochen nicht dort sein konnte.

Ich würde sagen, das ist ein gutes Zeichen. Ich habe wohl den richtigen Beruf gewählt.


Die Zeit zuhause habe ich genutzt, um beim Partner etwas weihnachtlich zu dekorieren. So fühle ich mich hier auch etwas wohler. Denn zuhause tue ich das sonst auch. Es steht hier also nun ein kleines Adventstablett und ein kleiner Baum mit Kugeln. Und das freut mich sehr.

Er ist leider ein absoluter Grinch, ich versuche mir meine Weihnachtsvorfreude aber nicht nehmen zu lassen. Und finde es schön, dass er mich trotzdem dekorieren lässt.


Viele Gedanken. Viel Wuselei. Und ein Jahr, was wie im nichts vorbei ging. So wie 2020.

Corona kann also auch die Zeit schneller vergehen lassen.

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