Fokus.

Fokus. Es fehlt der Fokus.

Urlaub ist schön. Fast immer. Diesmal besonders. Zurück kommen ist immer schwierig.

Dann ist man wieder voll drin im neuen, alten Alltag. Von jetzt auf gleich.

Nur, dass Körper und Geist sich ja temporär an was anderes angefangen haben zu gewöhnen.


Heute war der 1. Tag, an dem wir wieder zurück waren aus dem Urlaub. Und er war voll mit Anspannung und immer wiederkehrenden Momenten der Überforderung. Dazu die übliche Nervosität, die sich einschleicht, wenn die letzten 3 Wochen vor einer Prüfung anbrechen.

Mit einer To-Do Liste ( ich habe ewig keine mehr gemacht) konnte ich mir die Überforderung zumindest ein wenig nehmen. Doch je später es wurde und je mehr ich wusste, dass ich den einen letzten Punkt nicht vollständig erreichen werde, erschien mir die Liste doch wieder kontraproduktiv.

Ich erinnere mich beim Schreiben dieser Worte gerade an die „Salami-Technik“, die habe ich mal in einer Prüfung zu Zeitmanagement und Burn-Out Prävention vorgestellt. Und ich habe mir bei diesem Punkt wohl statt „Salami-Scheiben“ oder „einzelnen kleinen Blöcken(wenn man nicht von der Salami begeistert ist), das ganze Stück vorgenommen. Eigentlich war absehbar, dass ich es nicht erreichen kann. Wobei, können schon, aber neben den anderen 5 Sachen und dann direkt am 1. Tag nach dem Urlaub, wohl eher auch ein Nicht – Wollen. Ich habe mir zu viel zugemutet.

Nach dem Abendessen habe ich dann zumindest einen Teil des Ganzen erledigt ( nicht alle Karteikarten zum Lernen angefertigt aber zumindest 1/3) und seitdem bin ich müde.

Ich wollte sehr gerne noch mit dem Partner gemeinsam Computer spielen, doch ich habe Kopfweh, mir ist schummerig und eigentlich bin ich – wie gesagt – nur müde.

Beim scrollen durch Instagram dann eine neue App entdeckt. Von den Herausgebern habe ich auch einen Kalender, der Achtsamkeit und Termine vereint. Bisher habe ich ihn nicht benutzt. Doch ich habe es mir fest vorgenommen. Doch die App – das geht ja schnell mit dem runterladen. Das war Ein guter Plan (Dies könnte auch ein Hint zum Namen der App sein). Und bis jetzt bin ich zumindest schonmal positiv angetan davon. Sie ist simpel gehalten. Es gibt die Achtsamkeitsampel, welche es auch im Kalender gibt, ein Dankbarkeitstagebuch und beruhigende Klänge, die man einzeln oder in Kombination nach Wahl abspielen kann.

Ich las außerdem, dass einer meiner treusten Blog-Leser ebenfalls mit diesem “ Veränderung im Alltag und Rückkehr aus dem Urlaub“ – Problem vertraut ist. Sein Beitrag machte mir Mut. Ich bin damit also nicht allein.

Der Partner sitzt nun neben mir und daddelt allein. Und ich bin wirklich sehr müde. Nicht müde im Sinne von schlafbereit. Eher müde im Sinne von erschöpft.

Die Rückkehr in den Alltag in Kombi mit dem Prüfungsstress sowie vertrauten Gedanken, die mich wiedermal versuchen glauben zu lassen, ich könne den Partner verlieren wenn ich ihn in ein paar Tagen wieder verlasse und in meine Wohnung zurückkehre, machen mir gut zu schaffen.

Ich weiß, was ich jetzt brauche. Es war ja auch Thema der letzten Sitzung bei der schlauen Frau.

Fokus. Fokus auf mich. Fokus auf Meditation. Fokus auf heiße Bäder am Abend. Fokus auf Durchatmen. Fokus auf Ruhe. Fokus auf mich.

Doch ihr wisst auch wie schwer das ist…. wenn man gerade wieder in seiner „Komfort-Zone“ ist, die eigentlich ja keine ist. Aber jahrelang nunmal als diese zu funktionieren hatte. Egal wie destruktiv sie eigentlich war.

Das schöne ist: Morgen ist ein neuer Tag, an dem ich es weiter probieren kann.

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