Urlaub 2.0 ☀️

Ich melde mich dann auch mal zurück. Nach über einer Woche. Wie angekündigt sind wir im Urlaub.

Und es ist wirklich wunderschön. Wir haben prächtiges Wetter – insbesondere die ersten 3 Tage waren Sommer pur. Und das in Deutschland.

So konnten wir viele Touri – Sachen machen. Wir fuhren Kahn, wir paddelten mit einem Kanu, wir liehen uns ein Rad und erkundeten die Gegend und genossen viel Zeit zu zweit.

Seit Dienstag sind wir hier, heute ist der letzte Tag. Morgen reisen wir ab. Zumindest von hier. Dann geht’s für zwei Nächte zu meiner Herzensfreundin, die ja vor etw 1,5 Jahren aus der Heimat weg zog um hier im Osten eine Familie zu gründen.

Ich freue mich wahnsinnig darauf, sie in den Arm zu nehmen, zuletzt sah ich sie um Ostern herum.

Ansonsten ist hier natürlich wenig mit Selbstfürsorge. Ich frage mich, ob ich das bräuchte. Oder ob es okay ist, zu pausieren. Gestern waren wir in der Therme und man merkte, dass wir beide – obgleich wir super entspannen konnten – nicht aufhören konnten den anderen zu „Monitoren“. Der Ball wurde hin und her gespielt und einer dachte immer, etwas sei mit dem anderen nicht okay.

Das hat dem ganzen einen kleinen faden Beigeschmack gegeben und doch war es am Ende ein toller Tag. Doch natürlich fragte ich mich woran das lag und zwischendurch dachte ich tatsächlich “ ich glaube wir brauchen ein wenig Abstand“. Einfach weil wir es ja auch gewohnt sind regelmäßig etwas Abstand zu haben. Zumindest für einen Tag.

Und ich glaube nicht, dass das schlimm ist. Denn das bedeutet ja nicht, dass ich ihn weniger liebe. Sondern nur, dass ich mich genauso liebe. Und, dass ich mehr Autonomie Bedürfnis entwickele.

Es reichte dann schon, dass er alleine in ein Solebecken ging und ich mir auf der Liege mein Buch schnappte. Es waren 10-15 min. Die taten schon gut.

Tatsächlich kam in der Therme auch das Thema „Zukunft und Kinder“ auf… Und ich bin nicht sicher, ob das nicht auch zu einer gewissen inneren Anspannung führte. Denn der Partner sprach aus, was ich schon oft gedacht hatte “ Siehst du uns Chaotenköpfe denn wirklich mit einem Kind ? Ich meine, läuft es wirklich *so* gut?“

Ich wich der Frage zunächst aus, drehte 1-2 Runden im Wasser und sagte ihm dann “ Nein, jetzt gerade sehe ich uns nicht mit einem Kind. Aber vielleicht in 2-3 Jahren. Wer weiß das schon“

Und ich spürte eine gewisse Enttäuschung. In Kombination mit seiner Aussage auf der Hinfahrt, dass es wenn es nach ihm ginge gar keinen Hochzeit geben müsse – „den Wisch kann man ja überall unterschreiben und ich würde es nur machen weil man es halt so macht“ war ich wohl wirklich einfach etwas geknickt. Denn in meiner Ideal- Vorstellung einer Beziehung ( die schlaue Frau sagt ich solle mich davon lösen) ist man sich sicher mit der Person, mit der Liebe zu ihr. Man weiß. : Ja, mit der Person kann ich mir eine Zukunft vorstellen. Mit Kindern und Heirat. Und Haus und Hof.

Doch das scheint nicht so zu sein. Bei ihm nicht, bei mir nicht.

Sind wir deswegen „falsch“ ? Oder gehört es für uns einfach dazu?

Ich weiß es nicht. Es füttert den Kritiker. Die Zweifel. Es triggert mich.

Und trotzdem ist der Urlaub ja sehr schön. Das sind Gedanken, Gefühle, die irgendwo mit schwingen. Aber wir Verstehen uns gut, sehr gut. Nicht scheinheilig gut, aber gut. Die Paartherapie macht etwas mit uns. Wir sind dankbar für die Tage. Für einander. Wir sagen es uns gegenseitig.

Und anbahnende Konflikte kriegen wir schnell umgelenkt. Das ist doch gut. Mehr als was wir sonst konnten…

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