21. Juni.

So’n richtiger Montag. War ja zu erwarten.

Nach dem gestrigen Abend, dem heftigen Streit und meinem Zwischenfall war es ja wirklich zu erwarten.

Fahre heim. Konzentriere mich auf eine wichtige Aufgabe. Schließe diese ab. Möchte mit der nächsten weitermachen und es kommen alle Emotionen hoch. Trauer. Wut. Enttäuschung. Von mir. Von dem Partner. Von uns. Es kommt alles hoch.

Ich sitze im Sessel. Ich weine. Weine. Weine. Es fließt und es hört nicht auf. Ich höre mich denken :

Es ist okay, traurig zu sein. Es ist okay. Trauer zulassen ist wichtig, nur so kann sie vorüber gehen.

Der Kritiker versucht immer mal wieder reinzupfuschen, doch diesmal bin ich stärker als er. Ich lasse die Trauer zu.

Itgendwann nehme ich die Rescue Tropfen. Ich beschließe mir etwas zu essen zu machen. Der Gedanke in diesem Zustand gleich zur Arbeit zu müssen macht mich fertig. Aber nur 3 Stunden. Das muss gehen. Es wird gehen.

Gegessen. Rescue Tropfen helfen. Ich schaffe es 10-12 Sätze zur Hausarbeit hinzuzufügen. Gehe zur Arbeit.

– Ob ich länger machen könne –

Uff. (Nein, eigentlich nicht. Denn mir geht es heute gar nicht gut.)

… Nur eine Stunde…. Sagt meine Kollegin als sie meinen Blick wahrnehmen kann.

„Ja okay. So halbe Stunde bis Stunde geht“

Die Schicht ist okay. Aber ich wollte keine Menschen sehen und schon gar nicht welche, die meine Nerven auch an entspannten Tagen strapazieren. Aber ich muss da durch. Immer wieder Wut in mir. Wut. Hass auf die Menschen. Hass auf mich. Ich bin enttäuscht. So enttäuscht.

Ich bin nicht wirklich bei der Arbeit mit dem Kopf. Ich bin irgendwo im nirgendwo.

Die Kassenabrechnung nach 2 Zählversuchen von mir und dem letzlichen Zählen meiner Kollegin beendet. Ich entschuldige mich. Sie bedankt sich, dass ich länger geblieben bin. Und ich kann gehen.

Ich fühle es immernoch. Das traurige Kind in mir. Es versteht einmal mehr nicht, was gestern passiert ist. Und es stößt mich ab. Ich darf es nicht anfassen. Ich darf es nicht beruhigen. Aber ich darf zumindest im selben Raum bleiben. Es ist traurig und wütend auf mich. Es tut mir so leid.

Aber ich kann’s gerade nicht verpacken. Starren auf das Handy. Minutenlang. Stundenlang. Bloß nicht zur Ruhe kommen. Nicht alleine sein mit mir und möglichen Gedanken und Gefühlen.

Morgen ist Therapie. Ich brauche es. Diese 3 Wochen waren zu lang. Mir ist alles entglitten nach dem Urlaub mit dem Partner. Ich hätte den Termin direkt danach gebraucht.

Ich bin müde. Ich bin traurig. Ich bin wütend.

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