16. Mai ’21.

Heute ist Sonntag. Und die Sonne scheint. Ich lieb’s.

Morgen findet eine Uni-Prüfung statt. Jedoch von zuhause aus – aufgrund von Corona. Und irgendwie ist es befremdlich, dass man sich darauf nicht vorbereiten kann. Weil’s da lediglich darum geht, meine Fremdsprachenkenntnisse und -fertigkeiten zu überprüfen. Also arbeite ich gerade viel mit positiven Glaubenssätzen, um dem schlechten Gewissen entgegen zu wirken.

Ich kann das schaffen.

Ich werde diese Prüfung gut bestehen.

Ich bin gut genug.

Noch nie in meinem Studium, haben meine Sprachkenntnisse nicht ausgereicht.

Für diese Prüfung kann man nichts lernen, das ist okay.


Und es klappt ganz gut. Dazu noch etwas positive Bestärkung durch den Austausch mit Kommiltonen und das Mindset ist etwas gefestigter.


Was sonst noch so los ist?
Naja. Nach wie vor etwas zwischen schwarz und weiß. Mit ein paar Farbelementen dazwischen. Immer wieder ein paar bewusste Momente, in denen ich Dankbarkeit und Freude verspüre.

Über gutes Essen, über Selbstfürsorge, die ich betreibe, über liebe Worte von Freunden, über Sonnenschein, über eine weniger anstrengende Schicht bei der Arbeit.

Das sind also die kleinen Dinge, von denen immer alle reden. Es tut gut, zu merken, dass ich sie bewusster wahrnehme. Vielleicht auch, weil wir bei der schlauen Frau nochmal vertieft über Achtsamkeit gesprochen haben. Und was das denn jetzt eigentlich nochmal genau war. Und wie man es praktiziert, übt und wie sie sich letztendlich äußert.

Und als sie da so von sprach stellte ich fest, dass ich bereits immer achtsamer werde. Und das ist großartig. Achtsamer im Umgang mit mir. Aber auch mit anderen. Mir fällt beispielsweise auf, wenn mein Gegenüber nur negativ von etwas spricht oder sich in eine unveränderbare Situation reinsteigert und ich versuche ihm/ihr zu vermitteln, dass sie die Situation rückwirkend eh nicht mehr verändern kann, aber ihren eigenen Umgang damit schon.

Was mich angeht, merke ich, dass ich Meditation und Ruhephasen schlichtweg einfach BRAUCHE. Und selbst zu spüren, dass ich sie brauche, ist ein riesen Fortschritt. Denn sonst hat man es mir einfach immer gesagt…

„Du brauchst zwischendurch Zeit für dich“ – jaja. Ich mach‘ das schon.

Habe ich aber nie. Jetzt merke ich es. Und gehe auch mal von alleine meditieren, wenn ich beim Partner bin. Weil ich merke, dass mir einfach alles gerade zu trubelig und viel wird.

Ich bin in diesem Punkt auchmeinem schmerzenden Bauch sehr dankbar. Denn er weist mich indirekt auch immer wieder darauf hin, wenn es gerade zu viel wird. Auch wenn ich nach wie vor nicht davon überzeugt bin, dass Stress oder zu wenig Selbstfürsorge Hauptauslöser für den Schmerz sind… sie verschlimmern es jedenfalls, wenn ich nicht dagegenlenke.


Alles in allem also alles gerade okay. Und statt grau, hatte ich mir ja bereits vor Monaten vorgenommen Farben zu wählen, denn….

… das ist der erste Schritt um die Borderline- Störung und dieses schwarz-weiß denken als etwas positives anzunehmen.

Wir wollen ja eigentlich kein grau. Weil grau ist auch irgendwie trist. Wir wollen aber eigentlich auch weder das schwarz noch das weiß. Was wir brauchen sind Farben. Viele verschiedene helle und dunkle Farben. Es kann vielleicht nicht immer strahlend gelb sein, aber es muss genauso wenig immer dunkelblau sein – manchmal ist ein dunkles orange oder ein türkis vollkommen ausreichend.

aus dem Beitrag „Mehr Farben. Weniger schwarz-weiß“ vom 15.September 2020

Hier zu finden 🙂

Für heute wähle ich: orange.

Den Beitrag, aus dem ich zitiert habe, empfehle ich euch sehr! Er steckt voller positiver Energie und schönen Gedankenansätzen. Schaut also gerne rein.


Ich werde nun die Sonne ein wenig genießen und versuchen, mich weiterhin von dem inneren Kritiker zu verabschieden, der versucht mir zu sagen, dass ich lernen muss, um die Prüfung zu bestehen.

Nein, muss ich nicht. Denn ich kann das.

🙂






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