Okay ist grau und grau ist okay.

Gerade ist es okay. Und in mir drin schreit es, es sollte doch“gut“ oder „schlecht“ sein.

Nein. Dann gäbe es nur schwarz oder weiß. Leere oder ein extremes Gefühl. Doch es gibt etwas dazwischen.


Andere bezeichnen es als „gut“ . Ich bezeichne es (noch) als ok. Wahrscheinlich weil es mir immer noch nicht geheuer ist.

Es ist mir nicht geheuer, zu sagen, dass es mir gut geht. Doch das tut es gerade wahrscheinlich. Ich finde dennoch Kleinigkeiten, die das Wort „gut‘ nicht zulassen wollen. Also entscheide ich mich für „Ok“. Fair enough. Wie ich finde.


Vor 2 Wochen war ich zuletzt zur Therapie. Da war eine Sitzung nach meiner Notfallsitzung. Bis heute hatte ich das schon wieder vergessen. Und ich überlege die ganze Zeit, was ich besprechen möchte. Doch ich weiß es einfach nicht.

Denn es ist „okay“. Es gibt in diesem Moment nichts, was akut besprochen werden müsste. Vielleicht der Brief an die Kleine, aber da habe ich mir ja schon selbst Hilfe geleistet.

Ich weiß, dass ich vor Ende der Therapie noch weiter über die Verlustängste sprechen möchte. Und wieso meine Schutzmechanismen in kritischen Situationen mit dem Partner aussetzen. Und wie ich mir die Notwendigkeit dieser bewusster machen kann.

Aber ich habe Angst, dass sie dazu lediglich sagt, dass ich die Selbsthilfe Bücher über Angst lesen soll. Die hier aus der Bibliothek ausgeliehen liegen. Aber ich habe derzeit schlichtweg keine Zeit dafür, sie zu lesen.


Doch ich fühle mich noch nicht dazu bereit in Streitsituationen auf mich zu hören. Und der Stimme der Angst keine Bühne zu geben. Die Angst vor einem möglichen Verlust siegt stets über meinem eigenen Schutz.

Und das muss sich ändern. Doch sollte ich das ansprechen?

Naja. Jetzt weiß ich wenigstens worüber ich reden könnte… Das Bauchgefühl zu bloggen, ohne wirklich zu wissen in welche Richtung es gehen würde, war also richtig.


Dennoch: es ist gerade Ok. Und Ok ist für mich gut. Und das ist ok. Denn ich alleine bestimme, was ausreicht und was nicht.

Ok ist grau. Und grau ist weder schwarz noch weiß. Dies wahrnehmen und aussprechen zu können ist gut. Es fühlen zu können ist gut.

Dass ich es noch immer nicht vollständig angenehm finde, ist ok. Dass es mir ein wenig Unbehagen bereitet ist auch ok. Ich werde weiter üben, es als positiv anzunehmen.


Added: Als ich gerade nachschauen wollte ob ich bereits einen Beitrag habe, der „Ok“ heißt stellte ich fest, dass da einer vom 12.5. Letzten Jahres ist. Heute ist der 11.5. Na, das nenne ich mal Zufall.

Ihr findet den Beitrag vom letzten Jahr hier

Ok 2.0. überzeugt mich nicht.. also nenne ich diesen einfach etwas anders.

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