Die Ruhe nach dem Sturm.

Heute ist da wenig. Und gleichzeitig viel. Viel Leere. Viel nichts. Zwischendurch viel Wut. Dann wieder Leere.

Zwischen Schuld und Wut gefangen – in einem Gefühl von Leere gehe ich also durch den heutigen Tag. Für die Uni schaffe ich nicht, was ich mir erhofft habe. Ich rechne wieder und wieder nach wielange ich noch Zeit habe.

Und es steht fest: Klar. Das kriege ich hin.

Ich bräuchte einen Tag Auszeit von der Uni. Einen Tag nur Serie schauen, im Bett liegen, vor mich hin vegetieren, weinen, schlafen und essen. Aber das bringe ich gerade einfach nicht. Weil’s schlechte Gewissen doch zu stark wird. Vielleicht mache ich es morgen. Vermutlich aber auch nicht. . Denn da ist ja noch die Abgabe. Die, die ich ja heute schon fertigstellen wollte.

Nun. Gedanken, die zusätzlich zu der Wut, Schuld und Leere heute einfach da sind. Die Nebenjob- Arbeit tat ganz gut. Mal was anderes sehen. Auch wenn mich die Dummheit der Menschen zu dieser Zeit fast noch mehr wütend gemacht hat, konnte ich wenigstens mit den Kollegen drüber lachen.

Kurzer Ausschnitt – Original so passiert: eine Kundin (~ 27-30 Jahre alt) steht an der Kasse. Sie: ’sch möchte so eins Kinderriegel da haben. Wie komm ich ’n jetzt dadran? (Die Riegel waren an der Kasse nebenan) Ich: na. Sie müssen sich den Riegel dort von der Kasse da holen. Sie : „Ja. Äh. Aber wie komm isch denn dahin? Kurz drauf (auch sie, zu ihrer Freundin, die hinter ihr in der Schlange stand): ey, Mandy! Holst du mir bitte eins von dieses Kinderriegel? Mandy: ja, mach ich. Wo sind die denn? Wie komm ’sch denn dahin? Sie : ja, andere Kasse. (Mandy erreicht die Riegel). Kundin: ja genau. Dieses Kinderriegel da – sind doch Riegel oder?“

Puh. Danke für dieses Entertainment.

Highlight des Tages gleich nach der 100 mal an diesem Tage wiederholten Aussage “ nein, wir haben keine Papiertüten mehr und nein, auch nicht an den anderen Kassen – aber klar. Glauben sie mir nicht, gehen Sie lieber nochmal selbst nachgucken. “ Und “ ziehen Sie doch bitte Ihre Maske hoch“.

Ach. Eigentlich ist es ja auch ein lustiger Job. Aber es gibt so viele nicht kluge Menschen. Und ich akzeptiere jeden, wie er ist. Amüsant ist es dennoch.

Wie dem auch sei. Die Wut wird langsam kleiner. Das Unverständnis mir selbst gegenüber leider noch nicht.

Aber nur Geduld.

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