Mindset: ok. Körper: meh.

So okay wie das Mindset gerade irgendwie ist und so froh wie ich darüber bin, kann’s doch einfach nicht gut sein.

Der Bauch tut nach jeder Mahlzeit weh. Der Rücken spürt die fehlende Muskulatur und das ständige Wechseln von Bett zum Schreibtisch und wieder zum Bett (mit kleinem Abstecher zur Küche und dem WC ) von Tag zu Tag mehr – Sport zuhause oder outdoor war nie mein Ding, ich brauchte das Fitnessstudio immer als Anreiz was zu tun – der Körper signalisiert mir dadurch und durch meine sich dazu noch anbahnende Erkältung: Stop.

Aber das Mindset ist doch gerade relativ stabil. Warum jetzt sowas? Es zerrt. Es nervt. Und nichts hilft. Wirklich gar nichts.

Keine Medikamente. Keine Globuli. Keine Ruhe. Kein Baden. Nichts. Also gammel ich vor mich hin – gelegentlich mit einem schlechten Gewissen, denn die Prüfung steht ja immer noch bevor – und irgendwie habe ich in den letzten zwei Tagen nur 3x meine Karteikarten durchgearbeitet.

Dann setzt wieder diese Antriebslosigket ein. Und ich weiß weder, was ich essen möchte, noch was ich machen möchte, noch was ich mir ansehen könnte und die Zeit verstreicht. Stunde für Stunde. Bis es abends ist. Und ich drauf warte, dass es spät genug ist, zum schlafen.

Bis dahin tut der Bauch weh. Und ich habe Hunger, aber wenn ich esse tut er danach noch mehr weh. Und trotzdem esse ich natürlich. Dann fühlt sich das alles ungesund an. Aber Obst und Gemüse verträgt der Körper ja nicht, also gibt’s wieder irgendeine fertige Alternative. Oder halt was mit Reis und Kartoffeln. Aber das überzeugt mich auch nicht. Und den Bauch auch nicht. Ganz und gar nicht.

Absolute First world problems. Das ist mir bewusst. Aber gerade einfach so anstrengend für mich. Das musste einfach mal raus.

2 Kommentare zu „Mindset: ok. Körper: meh.

  1. Ich finde gar nicht, dass es first world problems sind. Es ist das, was dich gerade sehr belastet und nur zu verständlich. Schaffst du es, deine kleinen Schritte aus einer anderen Perspektive zu sehen? Hey, du stehst aus dem Bett auf, probierst zu essen und hast sogar gelernt! Dafür darfst du dich auch loben! Mir hilft es an solchen kraftlosen Tagen, mitfühlend mit mir zu sein. Einer Freundin würde ich in so einer Situation auch nicht vorhalten wie wenig sie schafft. Wieso also mir selbst? Ich weiß, leichter gesagt als getan!
    Liebe Grüße von Annie

  2. Liebe Annie,
    Danke für diese lieben Worte und wichtigen Reminder. Du hast natürlich vollkommen Recht.
    Man vergisst sehr oft, auch die kleinen Dinge, die man geschafft hat wertzuschätzen.
    Liebe Grüße Lynn

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