17. Januar.

Spoiler Alert: Dieser Beitrag handelt von Corona – wenn ihr dieses Thema leid seid – hört bitte hier auf zu lesen.

17 Tage schon rum. Wahnsinn. Geht alles weiter wie 2020 auch – die Tage/Monate verfliegen wie nichts. Und gleichzeitig steht alles still. Irgendwie. Ich muss mal sagen – Corona hat mich bisher persönlich jetzt eher weniger genervt. Uni ging von zuhause aus – Arbeit bot etwas Abwechslung und Menschengesichter und Freunde habe ich zwar wenig, aber mehr oder weniger regelmäßig in welcher Form auch immer (digital oder doch persönlich mit Abstand) gesehen) doch langsam aber sicher zerrt es auch an meinen Nerven.

Und sicher könnt ihr es schon gar nicht mehr hören – ähh lesen – wie sehr es irgendwie nervt. Und es sind ja wirklich nur die Kleinigkeiten – meckern auf hohem Niveau. Ich habe keine Existenzängste. Mein Nebenjob war die ganze Zeit safe und wird es auch immer bleiben – ein Hoch auf den systemrelevanten Beruf. Und auch so – ich wohne in einer WG. Ich bin nicht die ganze Zeit alleine – wir können reden, wenn wir wollen. Spielen, wenn wir wollen. Gesellschaft ist also da.

Aber es fängt ja bei Sachen an wie: ich bin sonst immer zum Lernen in die Uni gegangen. Zum Auswendig-Lernen ins Fitnesstudio. Jetzt mache ich alles von zuhause aus – und wenn dann der Nachbar um 11 Uhr morgens seiner Morgenroutine nachgeht – diese besteht aus einem grässlichen Gesang zu noch grässlicher Musik – dann hält sich die Konzentration nicht so gut, wie wenn ich in der Ruhezone der Bibliothek sitze. Und wenn ich dann auf meinem Schreibtischstuhl sitzen soll und von dort alle Karteikarten auswendig lernen soll (die bis jetzt noch nicht mal existieren – nächster Punkt), dann klappt das nicht so gut, wie wenn ich diese auf dem Crosser im Fitnesstudio auswendig lerne. Das ist einfach so. 7 Jahre studiere ich. 7 Jahre war es nie anders.

Und dann fehlt das social surrounding. Ich meine – es geht mir nicht mal um die Freunde. Klar, die fehlen auch. Aber es geht mir hier vielmehr um dieses „Ich bin in der Uni und da sind einfach Menschen“- in den Seminaren, in der Bibliothek, in der Mensa. Und man redet nicht über privaten Stuff oder so. Manchmal redet man auch gar nicht. Aber da sind einfach Menschen. Und ich bin ein geselliger Mensch – ich brauche das. Plus die Routine : aufstehen, duschen, fertig machen, zur Uni – produktiv sein, essen, produktiv sein, nach Hause fahren. Feierabend. Jetzt gibt es keinen Feierabend. Und auch keine Struktur. Die Pflichtseminare finden zwar immer zurselben Zeit statt (und das ist ja schonmal etwas), aber de fakto reicht es einfach nicht. Die Motivation um 8 Uhr aufzustehen, wenn das Seminar um 10 beginnt ist gleich Null. Weil ich ja nur 5 Minuten brauche. Um meine Jogginghose und einen der zwei Hoodies, die ich abwechselnd so trage in dieser Zeit anzuziehen und mich vor den Laptop zu setzten. Noch ’ne kurze Katzenwäsche – wobei die auch manchmal erst nach dem ersten Seminar folgt. Und selbst das nervt.

Es nervt einfach. Und zwar gefühlt alles. Und ich weiß – wie gesagt – dass das hier Meckern auf hohem Niveau ist. Und ich bin FÜR alle Maßnahmen. Ich bin F*R einen totalen Shutdown. Ich bin dafür, dass wir ALLE zuhause bleiben. Und ich blende dabei nicht die wirtschaftlichen, sozialen, psychischen Folgen aus – nein, ganz und gar nicht. Aber über Monate so weiter zu machen, verursacht noch so, so, so viel mehr Schäden.

Ich merke es jetzt so wirklich. Nach 10 Monaten Pandemie. Einfach, weil ich so gut dastehe mit der Uni und dem Job. Aber nun. Was soll ich sagen. Außer… ja…. Es nervt.

Puh. Das musste einfach mal raus. Irgendwohin. Und wenn nicht hier, wo dann. Also falls ihr es leid seid dieses Corona-Gemecker zu hören, tut es mir leid. Und vielleicht habt ihr eh schon aufgehört zu lesen – zu verübeln sei es euch nicht.

In diesem Sinne… Gute Nacht. Auf eine neue Woche im „harten“ Lockdown, der ja bald zum „Mega Lockdwon“ statt endlich mal zu einem „Shutdown“ wird.

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