Black Monster 2.0

Mein schwarzes Monster ist wahrscheinlich nicht wie das von anderen. Und es ist wahrscheinlich auch nicht immer das schwarze Monster, was zu Besuch ist. Und auch so ist es nicht immer gleich. Manchmal wenn es da isr kann ich nicht aufstehen. Manchmal weine ich nur. Manchmal bin ich müde. Manchmal hasse ich mich selbst. Manchmal kann ich aufstehen – obwohl es da ist – aber keine klaren Gedanken fassen. Manchmal kann ich dann sogar mit Leuten sprechen, aber währenddessen empfinde ich nichts als Unwohlsein und Unruhe. Manchmal kann ich so tun als würde ich sehen, dass ich okay bin – auch wenn es zu Besuch ist – aber nur weil ich es den anderen sagen möchte. Eigentlich sehe ich das dann nicht wirklich so. Denn so ist das, wenn mein schwarzes Monster da ist. Dann gibt’s kein weiß.

Tage wie diese. An denen ich alle Fortschritte schwinden sehe. Zumindest vom Gefühl her. An denen ich müde bin und/ oder weine. Oder einfach „nur“ nicht an mich selbst glaube. Was mindestens genauso schlimm ist wie das müde und traurig sein. Weil ich nicht mehr rational denke. Weil ich nach meinen Gefühlen handel. Es da keinen Raum gibt zwischen Gefühl und Handlungen. Kein Reflexionsraum. Weil ich keinen Bezug zu mir habe. Weil ich mich verloren habe. Wo bin ich gerade? Wer bin ich gerade? Wohin mit all dem schwarz? Wohin mit der Wut. Der Trauer. Der Verzweiflung. Wohin. Gestern habe ich nur geweint. Heute musste ich funktionieren. Also war ich durchweg wütend. Bis ich abends etwas zur Ruhe kam. Und mich mit Glücksmomenten des letzten Jahres versuchte zu trösten. Die ich wöchentlich aufschrieb – leider nur bis September. Aber immerhin. Freude nur von kurzer Dauer. Natürlich. Dann sind sie wieder da. Die Zweifel. Die Ängste. Die Wutgedanken. Die Hassgedanken. Der Kritiker.

Ein guter Krieger weiß, wann ein Krieg verloren ist.

Der Krieg ist so gut wie verloren. Ich bin kein guter Krieger. Ich bin immernoch da. Auf dem Schlachtfeld. Ich kämpfe und kämpfe und kämpfe. Bis ins unermüdliche. Ich falle hin und stehe auf. Und mache weiter. Er ringt mich nieder. Ich will aufgeben. Ich stehe auf. Mache weiter. Er ringt mich nieder. Ich will aufgeben. Ich stehe auf. Mache weiter. Immer und immer weiter.

Ich will es nicht. Ich kann es nicht. Ich bin nicht ich. Und das schwarze Monster ist mir keine Unterstützung dabei. Es haftet sich nur an mich und ich versinke im Selbstmitleid. Und der Wut auf mich. Auf ihn. Auf uns. Auf die Liebe. Auf’s Leben.

Weil’s nie leicht ist. Weil ich immer falsch bin. Weil ich immer anecke. Weil ich immer versage. Weil ich nicht aushalten kann. Und niemals geliebt werde, wie ich bin. Außer von der Familie. Die kann ja auch nicht anders. That’s it.

Welcome back, black monster. I wish you wouldn’t be here.

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