Jahresübergang.

So geht’s zu Ende, wie es angefangen hat. Das Jahr 2020. Turbulent, voller chaotischer Gefühle – das einzige, was dazu kommt ist eventuell ein bisschen Stolz auf das, was ich geschafft habe.
Doch um das zu sehen, bedarf es einer Auffrischung – durch das lesen alter Beiträge. Positiver Beiträge. Die es hier ja durchaus zwischendurch gab.

Und dafür bin ich dankbar. Dass ich im April begann zu bloggen. Und meine Gedanken aufzuschreiben, zu teilen und damit entschied ein weiteres Puzzlestück zur Heilung beizutragen. Denn das schreiben therapiert immer auch ein wenig mit. Das empfinde ich so.


Und doch…. (surprise!) fällt es mir schwer den Fokus auf das Positive zu setzen. Die schlaue Frau hat nun schon seit 3 Wochen Urlaub. Und so langsam wird es schwierig. Meine Ängste werden größer, die Zweifel stärker. Das sich-dumm-fühlen wegen dieser „Abhängigkeit“ dessen von einer einzelnen Person wird mehr.

Es ist so traurig, dass ich weiß, dass mir das alles hier gerade gar nicht gut tut. Und ich mich dabei so hilflos fühle. Weil ich doch eigentlich was geschafft habe. Weil ich doch schonmal unabhängig war.

Und doch fehlt der letzte Funke. Wisst ihr….

„Man sucht sich immer die Partner aus, die gewisse Eigenschaften mit sich bringen, die auch in der elterlichen Beziehung zum Kind eine Rolle spielten.“ – Jeder, der mir was anderes zählt liegt falsch. Man mag die Dinge eventuell nicht direkt erkennen- oft schwimmen sie nicht an der Oberfläche.

Aber reflektiere ich meine bisherigen Partnerschaften und Partner – so brachten alle diese gewisse Eigenschaft mit sich, meine Schuldgefühle nur zu gern größer werden zu lassen, um von sich selbst abzulenken. Mir das Gefühl zu geben, nicht okay zu sein, wenn ich zu viel fühle…. und genau das taten auch meine Eltern ziemlich häufig – unbewusst.

Ich meine. Ist es nicht verrückt? Wir suchen uns (mehr oder weniger) bewusst aus, wen wir lieben. Und entscheiden uns für jemanden, der definitiv Punkte mit sich bringt, die sich als schwierig erweisen werden – weil wir sie schon einmal als schwierig erlebt haben. Und trotzdem zieht es uns immer wieder dahin.

Und wir stellen wieder fest, dass es uns nichts bringt – außer Wut. Und Ärger. Und eben das Gefühl nun „wirklich“ geliebt zu werden. Weil so haben wir es ja auch von den Eltern gelernt. So wie sie leben, lieben und mit uns agieren – so liebt man „wirklich“ / „richtig“. Und nur so fühlt es sich für uns nach wahrer Liebe an. Wenn man das ganze unreflektiert betrachtet. Liebe und Hass liegen hier also sehr nah beieinander. Und für meinen Geschmack manchmal zu sehr.



Aber… ich bin schon wieder super abgedriftet hier. Wollte ja eigentlich nur sagen: 2020 – du warst echt scheiße. Trotz der Fortschritte, die ich gemacht habe.


In diesem Sinne: Kommt alle gut und hoffentlich ruhig rein ins neue Jahr und hofft mit mir, dass das nächste ein besseres Jahr wird als dieses. Also quasi alles so machen wie jedes Jahr – nur eben in ruhiger.

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