19. November.

Aufgestanden. Gerädert. Eigentlich durch geschlafen. Aber gestern Abend Streit gehabt. Nach dem Besuch eines Herzensmenschen bin ich einfach gefallen. So tief. Ich habe keine Ahnung wieso. Ich habe keine Ahnung wie. Auf einmal war es da – das Loch. Wir hatten einen so schönen Nachmittag. Haben uns seit vier Wochen das erste Mal wieder gesehen, geredet und geredet und geredet… Festgestellt wieso wir beste Freunde sind. Wie wichtig wir einander sind. Ganz ohne Zwang.

Je näher ihre Abreise rückt, desto unruhiger werde ich. Desto zickiger werde ich meinem Partner gegenüber. Sie ist weg.

5-6 Nachrichten. Und er und ich streiten. War ja absehbar. Den ganzen Tag war ich schon kacke zu ihm. Dann frage ich, ob wir uns heute sehen wollen, er verneint – natürlich kann ich’s nicht akzeptieren. Was soll’s.

Diskussion. Böse Worte. Scharfe Zungen. Vorwürfe. Ängste. Trigger. Eine Stunde lang … Oder vielleicht auch zwei. Das weiß ich nicht mehr.

Ich weiß auch nicht mehr, wie ich mich gefühlt habe in dem Moment. Ich weiß nur, dass ich böse war. Und er auch. Einfach böse. Und, dass das weh tat. Ansonsten weiß ich nichts mehr was auch nur irgendeinem Gefühl nahe kommt.

Heute bin ich den ganzen Tag wütend. Bis eine Freundin zu Besuch kommt, wir ein paar Runden Karten spielen und schließlich der Partner mit Essen zum reden vor der Tür steht.

Wir führen ein sachliches, langes Gespräch. Eine Lösung finden wir nicht. Aber zumindest ist es sachlich. Das ist mehr, als wir sonst schaffen.

Ich fühle nichts außer Chaos. Und gleichzeitig Leere. Ich kann’s nicht beschreiben. Ich fühle mich außerdem dumm. Irgendwie überflüssig. Anstrengend. Kindisch. Frage mich ob das jemals anders sein wird.

Jetzt Musik. Bett. Der Kopf kreist nur um den Paartherapeuten Termin morgen. Ich brauche die gesunde Erwachsene. Ich habe Angst wieder so abzudriften wie beim ersten Mal. Dass mich die Gefühle während der Sitzung übermannen. Oder ich dissoziiere. Dass der Therapeut uns eh nicht helfen kann. Dass das Resultat sein wird, dass der Partner und ich uns eigentlich nicht lieben. Dass wir keine Zukunft haben.

Irgendwie schlafen. Das ist das Ziel. Dann gucken wir weiter.

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