Nächtliche Gedanken oder auch: welcome back, innerer Kritiker.

Ich hab so viel geschafft. Und trotzdem kann ich sie nicht führen : die Beziehung die ich mir wünsche. Ich kann’s einfach nicht. Ich hasse mich. Ich hasse es. Ich kann’s einfach nicht. Er sagt ich kann’s nicht. Der Kritiker sagt ich kann’s nicht. Und er ist so laut. So. Unfassbar. Laut. Er legt sich über alles, was ich geschafft habe. Er legt sich über meine Fortschritte wie ein Schatten. Ein großer, pechschwarzer Schatten. Und wenn er das tut, vergesse ich sie komplett. Die Werkzeuge, die ich doch eigentlich schon gelernt habe. Die Selbstliebe. Die Selbstfürsorge. Die Überzeugung, dass ich vollkommen ausreiche. So, wie ich bin. Und, dass ich liebenswert bin. Und geliebt werden kann. Genau so, wie ich bin. Aber dann erfüllt mein Gegenüber irgendein Bedürfnis nicht. Ich fühle mich zurückgewiesen. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Ich werde immer wütender. Auf mich. Auf die Situation. Auf meinen Partner. Der Kritiker setzt sich dazu. Er schreit immer wieder “ du bist nicht liebenswert. Du kannst, wenn du so bist wie du bist, niemals geliebt werden. Nur deine Familie kann dich wirklich lieben. Alle anderen nicht.“

Er zwingt mich in die Knie. Bis ich Weine. Und mich ihm einfach hingebe. Und dann folgen Sätze meinerseits (im Streit) wie :

„Mir fuckin egal.“

“ Dann trenn dich und geh.“

„Und sag wie krank ich bin. Und erklär allen wie gestört ich sei“

Dann kommt die Verlustangst dazu:


„Jetzt denkst du eh wieder ich hab nix geschafft in den letzten 12 Monaten. Weil’s wieder eskaliert ist“
„Und dann wirst du weggehen“
„Also habe ich es verkackt“
„Und nicht anders verdient! Sag’s mir einfach“

Und danach fange ich meistens an zu heulen. Das Kind, es sitzt und weint. Und ist so verängstigt. Ich würde so gerne was tun. Doch der innere Kritiker zwingt mich in all meine negativen Glaubenssätze hinein und lässt sie im dem Moment als einzige Möglichkeit erscheinen.

Wieso verstehe ich das alles? Wieso kann ich alles reflektieren? Wieso sehe ich das Kind vor mir? Wieso erkenne ich den Kritiker.. die Glaubenssätze… die Muster…. Sehe, wie die kleine Lynn weint, sich einsam fühlt und ich sie offensichtlich trotzdem nicht trösten kann. Weil der innere Kritiker so viel stärker ist als ich. It sucks!

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