Meh 2.0.

Meh. So fühl‘ ich mich heute gerade momentan.

Kurz vorab: Checkt bitte auch den vorigen Beitrag – den habe ich vor ein paar Stunden verfasst und ich empfehle euch darin eine interessante Podcast-Folge zum Thema Angststörung 🙂

Meh. Irgendwie ein Durchhänger. Durchhänger-Tag? Durchhänger- Woche? Kann ich irgendwie nicht sagen. Das „gemeinsam allein sein“- Projekt ist wieder einmal erfolgreich gescheitert. Nur, dass diesmal etwas weniger Streit im Spiel war. Ist ja schon irgendwie ’nen Fortschritt. Was effektives für mich gemacht habe ich trotzdem nicht. Uff. Ich glaube die schlaue Frau und ich brauchen einen anderen Ansatz dafür. Jedes Mal, wenn ich anfangen will geistern tausend Zweifel in meinem Kopf herum.

Wenn ich jetzt anfange und gar nicht 1,5 Stunden schaffe versage ich. Wenn ich jetzt anfange und länger Lust darauf habe – soll ich dann weiter machen? Wenn ich meine 1,5 Stunden rum habe und mein Partner seinem Hobby aber weiter nachgehen möchte – wie reagiere ich dann und was mache ICH dann? Ach. Ich fange besser gar nicht erst an. Dann geht mein Partner vielleicht auch nicht weg von mir (wenn wir gerade gemeinsam Zeit verbringen) und es fällt ja auch eigentlich gar nicht auf. So wichtig ist das nun wirklich nicht. Das mit der Selbstfürsorge.

Der nächste Termin ist übrigens nicht wie gewohnt heute, sondern erst am Donnerstag. Wir versuchen, die Abstände zwischen den Sitzungen etwas zu verlängern. Bisher ist das okay für meinen Kopf. Das überrascht mich. Und bestärkt mich. Das mit meinem Projekt „gemeinsam allein sein lernen“ deprimiert. Ich war voller Euphorie, als ich mein Puzzle einpackte. Ich machte mich auf den Weg und war so sehr davon überzeugt, dass es diesmal klappt. Aber nachdem es Freitag wieder in einer kurzen Diskussion endete, weil ich einfach zu viel Angst davor hatte, dass ich danach wieder „lost“ bin, wenn mein Partner sich mir nicht direkt wieder zuwendet, habe ich es an den restlichen zwei Tagen des Wochenendes auch einfach gar nicht mehr versucht.


Dennoch habe ich einen weiteren #Fortschritt zu verzeichnen. Für euch wird es nun banal klingen, für mich ist es jedoch viel wert. Und zwar erlaubt es mir meine Kontrollsucht in der Regel nicht, ohne meinen Partner ins Bett zu gehen (wenn wir beieinander sind). Ich warte solange, bis er auch ins Bett gehen will. Egal, wie müde ich bin.

Am Samstag waren wir über Nacht bei meinen Eltern zu Besuch – mit zwei weiteren Familienmitgliedern. Wir saßen bis circa 1 Uhr zusammen und ich wurde immer müder, aber ich merkte, dass ich mal wieder einfach nicht hoch ins Bett gehen konnte. Mein Partner bemerkte es und motivierte mich zu gehen, er sagte mir mehrmals, dass er weiß, dass ich es schaffen kann. Erinnerte mich an mein Versprechen an mich selbst: Selfcare. Nachdem ich mich zunächst erstmal bettfertig machte (Zähne putzen und so – ihr wisst schon) setzte ich mich wieder zu den anderen und es dauerte noch einige Minuten und mindestens zehn mal fast – auf – seinem – Schoß – einschlafen bis ich tatsächlich…. ALLEINE ins Bett gegangen bin. Ich habe meinen Partner unten mit den anderen Familienmitgliedern zurück lassen können. Auch wenn er mir dreimal versprechen musste, dass er nachkommen wird und nicht unten einschläft, ist das ganze ein wichtiger Schritt für mich gewesen. Und es fühlt sich gut an.


Nochmal zurück zum Projekt. Es ist einfach so viel los gerade. Klappt das deswegen nicht so gut? Brauche ich die Energie gerade für alles andere? Ich meine ich habe mich so auf den Umzug gefreut – also freue ich mich immernoch – aber ich muss ausmisten, Sachen der WG aufteilen, Kartons packen, Farbe besorgen, Formalien klären, und und und. Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll.

Meh.

Gäbe es eine Fee, die das einfach für mich erledigt – ich würde sie rufen. Obwohl ich die Sachen doch eigentlich gern mache, weil es Spaß macht während ich mich auf das Neue freue.

Mein Kopf ist gerade einfach unglaublich voll, obwohl ich heute absolut nichts gemacht habe. Wirklich nichts. Außer am Morgen meinen Mut zusammen genommen um in der neuen Job-Filiale anzurufen. Um dann zu erfahren, dass der Chef dort noch Urlaub hat. Heißt ich rufe nächste Woche nochmal an. Okaaaay. Ansonsten sah das heute alles doch sehr spärlich aus.

Podcast hören, duschen, PC spielen, einkaufen und kurze Tee-Auszeit, TV gucken, Bloggen, Essen, Bloggen.

Also wirklich unspektakulär. Und trotzdem so müde.

Und weil ich mir vorgenommen habe positiver zu sein, raffe ich mich auf und berichte von meinen

Top 3 der positiven Dinge des Tages:
1. Podcast-Folge von Christian.
2. Tee-Zeit mit der Schwägerin.
3. seit Ewigkeiten mal wieder baked beans gegessen (ungesund aber lecker!)

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