Gefangen zwischen Fort- und Rückschritt.

Da ist’s wieder das Chaos. War ja klar, dass das nicht ausbleibt. Und irgendwann mal wieder das Resultat der ganzen Anstrengung darstellt. Fortschritt die Erkenntnis gestern? Fühlt sich heute wieder nichtig an. Vielmehr überwiegt der Gedanke des Rückschritts. Ich hänge wieder drin im Muster. Und zwar voll. Eifersucht, nicht genug Aufmerksamkeit kriegen, unwichtig fühlen…. also zickig sein. Abweisend. Provokant. Dabei einfach nur Schuldgefühle. Ich dachte doch ich sei weiter. Wieso reagiere ich jetzt wieder so. Wieso habe ich mich nicht im Griff? Wieso mache ich es nicht mit mir alleine aus? Wieso bin ich wieder so bedürftig. So durstig nach Liebe des Anderen. Sicherheit. Am liebsten 24/7 schreiben, hören, lieben, festhalten.

Ich verliere ihn weil ich gerade nicht in seiner Nähe bin. Ich bin unwichtig für ihn, weil er sich nicht so oft meldet, wie ich es bräuchte. Ich bin eine Belastung, weil mein Wochenende nicht so toll ist wie seins. Ich bin anstrengend, weil ich tausend Gefühle in mir trage, die raus müssen. Ich mache seine Stimmung mit meiner kaputt. Ich bin keine gute Freundin, die ihm einfach mal Ruhe gönnt. Ich bin so dumm. Wieso mache ich das immer wieder. Was soll das. So verliere ich ihn wieder. So kann ich doch erst Recht nicht für längere Zeit geliebt werden. Immer nur für ein paar Monate. Dann hat da auch keiner mehr Lust drauf. So verliere ich ihn. Aber wenn ich nicht so bin verliere ich ihn auch. Weil ich muss mir ja einfordern wichtig zu sein. Ansonsten geht er irgendwann

Ich will von ihm hören, dass ich wichtig bin. Ich will seine Stimme zur Beruhigung hören. Ich will hören was ich wert bin. Ich will lesen, dass ich genug bin. Dass ich toll bin. Ausreiche. Er nicht weggeht.

Nur von ihm. Er gibt es mir nur in Maßen. Viel mehr als früher, für gesunde Menschen sicherlich auch ausreichend. Aber ich will mehr. Es reicht mir nicht. Es reicht einfach nicht. Ich will telefonieren. Ich will Seelenbalsam. Kriege ich nicht. Noch mehr Angst. Noch mehr das Gefühl nur eine Belastung zu sein. Mein Gegenüber hat keine Lust auf meinen Kopf-Kram. Uff. Aber er ist doch ein Teil von mir.

Ich soll was für mich machen. Wie soll ich das denn jetzt machen? Ich will mich nicht. Ich reiche mir nicht. Ich will es von ihm hören. Ich muss es. Ich drehe sonst durch. Mein Kopf dreht ab. Anspannung so hoch. Könnte heulen. Die Tränen kommen aber einfach nicht raus. Immernoch die Hoffnung, dass er die ganzen Gefühle von heute und gestern mit seiner Liebe betäubt. Ich brauche das. Ich kann das nicht alleine. Ich brauche es.

Suchtmittel. Fällt mir gerade beim eintippen der letzten Sätze ein. Suchtmittel. Sagt die schlaue Frau. Ja, er funktioniert in solchen Situationen wie ein Suchtmittel.

True. Hate myself for this even more. Makes me look even more stupid and mentally ill.

Wie gestört ist’n das. Einen Partner als Suchtmittel. Nur weil man mit sich selbst nicht zurecht kommt.

Alle Partnerschafts-Schemata meinerseits werden gerade wieder genauso angewandt wie sonst. Kein Fortschritt zu sehen. Also doch. Aber in meinem Verhalten spiegelt sich keiner davon wieder. Und so können wir ihn und alle nur wieder verlieren. Denn so kann uns niemand lieben. Damit kann uns niemand lieben. Nie für länger als ein paar Monate. Niemand.

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