12.August.

12. August. Wahnsinn. Das Jahr rennt an mir vorbei. Wahrscheinlich an uns allen.

12. August. Aufgestanden. Nach einer echt anstrengenden Nacht. Weil wieder nicht einschlafen können. Dank Dachgeschoss und gefühlten 100000 Grad in der Butze. Früh aufgewacht. Irgendeinen Blödsinn geträumt. Alles durcheinander. Kein Wunder derzeit. Dann aufgestanden. Mich mit einer Kommilitonin via Zoom verabredet. Mit ihr drei Stunden an einer gemeinsamen Uni- Aufgabe gearbeitet (die drei gingen rum wie eine Stunde). Mich gut gefühlt, weil produktiv gewesen. Gehofft auch nach dem Meeting produktiv weiter machen zu können. Nö. Luft war raus.

Handy gesuchtet. Nach weiteren Unterkünften in der neuen Stadt gesucht. Mal wieder. Natürlich kaum was neues. Ständig in die bereits gestellten Anfragen reingesehen, wo noch nichts zurück kam. Die kleine in mir dabei eigentlich immer im Nacken sitzen gehabt. Den Kritiker in mir ebenso. Gleichzeitig probiert, die beiden nicht mein Verhalten im Außen bestimmen zu lassen. Ich kann’s ja eigentlich. Wenn auch noch nicht gut. Aber ich kann’s. Achtsam sein und für mich sorgen. Nun…die gute Laune bleibt bei dem ganzen trotzdem aus. Meh.

Immer wieder kreisende Gedanken von Unsicherheit.. Was ist wenn… Was wird wie… Finanzen…Umgebung….Soziale Bindungen….Jobwechsel (?)…Studium…. Uff. Das ist echt viel.

Mittag vorbei. Mit dem Buch und den Kopfhörern auf dem Balkon verschwunden. Etwas quality time. Dann ein gutes Essen mit den Mitbewohnern. Angenehme Atmosphäre trotz Ankündigung meines baldigen Fortgehens. Auf’m Weg zum Imbiss ein gutes Gespräch mit einem der Mitbewohner geführt. Mal wieder. Positive Bestärkung kann der.

Danach etwas socialising while texting. Die kleine wieder voll dabei. Stetiges Bedürfnis nach mehr. Reicht ihr alles nicht. Alle geben sich Mühe. Aber es reicht nicht. Meine Worte gestern hat sie wohl zwar wahrgenommen. Denn sie schreit mich zumindest nicht mehr so sehr an. Aber sie ist halt immernoch da. Und ich fürchte denke, sie wird das auch noch eine Weile tun. Habe also immer wieder versucht ihr den Raum, der ihr zusteht, zu geben. Versucht ihre Ängste und Sorgen nicht wegzudrücken. Fällt mir aber gar nicht so leicht.

Ein lieber Mensch sagt gerade eben zu mir „Gib dir, der kleinen und der Welt etwas Zeit.“

Jaaaaa. Will ich doch. Kann ich nur halt nicht so gut. Unsicherheiten liegen mir nicht. Mein Kontrollverlust ist da einfach extremst aktiv . Aber….. Muss ich durch. Gehört dazu. Werde ich nicht dran sterben.

Mein neues Gefühl für Achtsamkeit wird mich leiten. Mich und die kleine. Sie gehört jetzt irgendwie immer mehr zu mir. Wir lernen uns besser kennen. Und müssen gerade halt auch die ersten Meinungsverschiedenheiten meistern. Aber immerhin nehmen wir uns schon mal gegenseitig wahr. Und mal ganz ehrlich: Den Kritiker finden wir sowieso beide kacke. Wenn auch ich ein bisschen mehr als sie. Aber : wir sind auf einem guten Weg.

Auf einem guten Weg, der uns raus aus der Vergangenheit führt.

Woah. Wahnsinns – Fortschritt. Still can’t believe it.


Gerade eine zweite Einladung zu einer Besichtigung bekommen. Ich freue mich.


Nun versuchen abzuschalten. Der kleinen noch einmal sagen, dass wir heute wirklich genug für uns und unsere Angst getan haben.

Und zur Ruhe kommen. Ich glaube ich gucke Lilo und Stitch. Ich liebe diesen Film, wenn ich versuche abzuschalten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.