Farben statt Graustufen

Farben statt Graustufen. Ein Satz, der mir immer wieder durch den Kopf geht, seit die schlaue Frau ihn am Dienstag zu mir gesagt hat. Ich erzählte, dass ich das „grau“ gut ausgehalten hätte in den drei Wochen ohne Sie. Später kamen wir nochmal in einem etwas anderen Kontext auf das „grau“ zu sprechen. Sie sagte, dass sich grau so negativ anhöre und wir lieber von Farben sprechen sollten. Das heißt zwischen dem elendigen schwarz und weiß Fühlen in Extremen schleichen sich mehr und mehr verschiedene Farben ein.

Farben statt Graustufen. Ich mag das. Das ist hängen geblieben.

Gestern Morgen motiviert gewesen, was für die Uni zu machen. Erledigt. Danach direkt besser gefühlt. Anschließend mit exzessivem Sonnenbaden belohnt und den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr Leben am inneren Oberschenkel auf Kniehöhe mitgenommen – ich schwöre, ich kriege sonst nie Sonnenbrand an den Beinen. Wie das jetzt kam – keine Ahnung. Ist heute aber schon braun. I like.

Abends dann mit den Mitbewohnern gegrillt. Nur gutes Fleisch natürlich. Und einen leckeren Melonen – Feta – Salat (taste mich langsam an meine neulich schon vor 6 Wochen diagnostizierte Fructose – Intoleranz heran. Angeblich ist die Auslöser für die monatelang anhaltenden Bauchschmerzen). Das war schön.

23.30 Uhr. Liege quasi schon im Bett. Ein Impuls führt zu einer eigentlich schönen, aber dennoch verrückten Spontan- Idee. Und so kam es, dass ich die Nacht woanders verbracht habe. Und das war auch schön. Wirklich schön. Und weil’s so schön war, machen die wenigen Stunden Schlaf heute gar nichts.


Wie’s sein soll bin ich kaum zu Hause da ploppt auf dem Handy eine Nachricht vom Chef auf. Höflich und respektvoll wie immer (Achtung: Ironie). Ob ich am Spätnachmittag bis frühen Abend arbeiten kommen kann.

Nein, ich habe keine Lust. Ja, aber ich kann nur bis 18 Uhr. Und muss dann pünktlich los.

„Kannst du dann nicht schon mittags anfangen, wenn du schon eher gehst?“

Eher gehen? Hä. Er will doch gerade etwas von mir. Was soll denn der scheiß. Und äh… nein, das jetzt aber wirklich nicht. Nein, so früh schaffe ich es nicht wegen Uni Sachen. Ich habe einfach keine Lust so früh anzufangen. Ne.

Er verhandelt die Uhrzeit und fragt dann noch ganz provokant hinterher wann ich denn eigentlich Ferien hätte? So frei nach dem Motto, in den Ferien müsse man ja wohl nichts für die Uni tun.

Er weiß genau, dass gerade Semesterferien sind

Letztendlich komme ich eine Stunde eher als von ihm ganz zu Beginn angefragt und bleibe auch wirklich nur bis 18 Uhr. Wie mich sowas aufregt! Wenn jemand mir höflich gegenüber tritt, tue ich ihm vielleicht auch einen Gefallen. Aber erst unhöflich sein, dann auch noch erwarten, dass ich am besten sofort bereit stehe und dann noch rechtfertigen müssen, wieso ich nicht könne – ich hätte ja schließlich „Ferien“.

Versteht keiner, dass Semesterferien keine Ferien sind? Hab’s ihm dann nochmal erklärt, dass ich zwar keine Veranstaltungen, dafür aber Prüfungen und Leistungen zu erbringen habe. Ich meine- wieso muss ich mich überhaupt rechtfertigen? Ich bin eine Aushilfe. Ich lebe nicht für diesen Job. Das ganze hat mich dann doch noch einige Nerven gekostet. Obwohl ich’s mittlerweile eigentlich schon so von ihm kenne. Und trotzdem regt es mich jedes Mal wieder auf. Meine Motivation zu arbeiten hält sich selbstverständlich nur minimal in Grenzen gerade.

Aber wenn die Arbeit vorbei ist – kommt meine beste Freundin. Und das wird wieder schön.

Also alles in allem: ist es gerade relativ bunt. Ich mag das.
Und genieße es solange es bleibt.

Ein Kommentar zu „Farben statt Graustufen

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