Zu viel.

Das alles ist zu viel. Und ich bin zu viel. Aber vielmehr alles um mich herum. Alles, was in den letzten 2-3 Wochen passiert ist. Die Ereignisse überschlagen sich. Und mit ihnen meine Gefühle. Ich komme gar nicht mehr mit. Die kleine Lynn ist nur am weinen. Weil sie so überfordert ist. Und ich kriege sie nicht beruhigt. Ich habe nämlich mindestens genauso wenig Klarheit wie sie. Habe absolut kein Vertrauen in irgendein Bauchgefühl im Moment. Die schlaue Frau fehlt mir. Ich schaffe es nicht so gut – das alles alleine einzuordnen. Nicht so gut wie mit ihr zusammen. Noch 4 Tage, die ich ohne sie schaffen muss. Und trotzdem weiß ich, dass ich dafür, was alles passiert ist, echt gut funktioniert und gearbeitet habe.

Ich habe gerade so viel Angst. So viel Angst alleine zu sein. Niemanden zu haben. Zu viel zu sein. Zu viel zu wollen. Meine Freunde verstehen das nicht. Also die meisten nicht. Die wissen ja, dass ich nicht alleine bin.

Aber es fühlt sich halt so an! Für mich.

Habe noch gar nix für die Uni geschafft diese Woche. Mein Kopf kann sich mit keiner Verpflichtung anfreunden. Kann mich nicht mehrere Tage im Voraus mit irgendwem verabreden. Kann mir keine Aufgaben vornehmen. Der Gedanke an Arbeit überfordert mich. Alles überfordert mich.

Warum? Ich raffe es nicht.

Wenn ich einschlafe, holen mich irgendwelche Träume ein. Ich werde verfolgt. Ich bin machtlos. Ich kann nicht sprechen. Ich kann nicht sehen. Ich bin durcheinander, wenn ich aufwache. Fühlt sich alles an wie ein never-ending Traum im Moment.

Und dazwischen irgendwo ein fitzelchen Stolz. Darauf, dass ich die zweieinhalb Wochen ohne die schlaue Frau „gut“ gemeistert habe. Ein paar Tage grau. Dann die Mutprobe mit meinem Ex. Irgendwie überstanden, wenn auch ohne wirkliches Gefühl. Kurz darauf der nächste Schlag ins Gesicht inklusive hartem Trigger. Gefühl, wieder nicht gereicht zu haben. Intensives Gefühl ausgehalten. Nächste Mutprobe. Nutzen vom Nicht-Gefühl und der innerlich brodelnden Wut gemacht und mich der Mutprobe gestellt. Vielleicht gewonnen. Weiß ich noch nicht. Nur ganz viel Unsicherheit. Angst. Unsicherheit. Und kein Vertrauen in irgendein Gefühl mehr.

Was, wenn das Gefühl nicht real ist. Was, wenn es nur das Resultat eines Bewältigungsmodus ist?

Ja, was ist hier eigentlich was? Ich habe absolut keine Ahnung. Absolut. Keine.

Die kleine schreit. Und weint. Sie ist so verzweifelt. Und ich kann einfach gerade nichts machen. Außer ihr ab und zu etwas Raum geben. Ihrem Gefühl Raum zu geben. Ich wünschte, ich wüsste gerade, wie ich sie trösten kann. Aber sie will mich gar nicht.


Kleiner Reminder, den ich gestern in meiner Sammlung ergänzt habe.

Ein Kommentar zu „Zu viel.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.