Langsam und unsicher.

[German & English]

Zu Kräften kommen. Langsam. Und unsicher. Genau das ist es, was ich seit Tagen versuche. Ich zwinge mich dazu, soziale Kontakte aufzusuchen. Rauszugehen. Und wann immer ich das probiere, begleitet mich diese unfassbare Schwere des letzten schwarz. Ich wünschte mir manchmal, es würde nicht so nachhallen. So wie früher. Da war das Tief da. Und ein paar Stunden später war es wieder weg. Und wie vergessen. Ich im nächsten Hoch. Bis halt kurz drauf das nächste Tief kam. Aber durch meine Therapie scheint sich das nun zu verändern. Gefühle nehme ich bewusster war, und das bedeutet, dass ich sie nicht einfach wegschieben kann. Soll ich ja auch nicht. Früher bin ich am allerliebsten nur raus gegangen, wenn mich ein schwarzes Loch eingenommen hat. Bloß nicht alleine sein und mich mit dem Gefühl auseinandersetzen. Jetzt genau das Gegenteil.

Ich will alleine sein mit dem Gefühl. Und darin baden. Aber so komme ich da auch nicht raus. Also ein Mittelding probieren. Ein Mittelding, was mir Angst macht, weil ich es nicht kenne. Habe Angst keine Balance zu finden. Zwischen Gefühl akzeptieren/verarbeiten und mich ablenken, weil ich nicht dauerhaft traurig sein kann.

Das ist anstrengend.

Bin nun für ein paar Tage aus der Heimat geflohen. Zu zwei Herzensmenschen. Unglücklicherweise wohnen die in der Stadt, in der auch mein Ex wohnt. Aber hier geht es mir gerade besser, als zuhause. Wo mich jede kleinste Kleinigkeit einfach wegkickt und ich völlig in meinem Traurig-Sein versinke. Nun. Nicht einfach für mich, aber ich mache das hier, weil die schlaue Frau gesagt hat, das könne mir helfen. Ich vertraue ihr. Also habe ich mich aufgerafft. Und versuche hier nun irgendwie wieder zu Kräften zu kommen.


It’s not easy. I am trying to get back to my old strength. But it takes time. And it is exhausting. So exhausting. I am forcing myself to meet some friends, to go out. And whenever I do so, there is this intensive feeling of heaviness. The still lasting heaviness of the black monster. Sometimes I wish I could go back in time. I would like to go back to when my feelings changed more quickly. There were bad times, „black“ times, but after some hours, the good times came back. And then, maybe some hours later, bad times again. This was definitely not healthy, but somehow „easier“. My current therapy teaches me to become more sensitive for my emotions. Which automatically leads to the fact, that they last for a while. ‚cause I can’t run away from them anymore.

And this (!) is exhausting.

I left my hometown for some days and am staying with two of my friends. Unfortunately they are living in the same city like my ex boyfriend. Anyway I am feeling better here than at home. Where I am constantly sad. And cannot find any energy. For nothing. My therapist told me to leave my hometown for some days.

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