Gefangen zwischen Mut und Angst.

Ich glaube ich bin traurig. So genau weiß ich es gar nicht. Vielleicht bin ich auch wütend. Oder enttäuscht. Oder einfach unsicher. Und darüber so wütend. Manchmal sind die Wellen im Meer so stark, dass ich gar nicht weiß, was ich fühle. Und wieso suchen sich Menschen, die an einer Bindungsstörung leiden eigentlich immer potentielle Partner aus, die auch irgendwelche Probleme haben? Probleme eine gesunde, stabile oder überhaupt erstmal eine Beziehung führen zu können? Könnte sich mein Herz nicht lieber für diejenigen interessieren, die gut zu mir sind. Mir das geben, was ich brauche? Ich raffe das nicht. Jetzt wo ich das realisiere und auch mich besser und klarer wahrnehme, macht es mir verdammt viel Angst. Angst, dass ich mich immer zu Menschen hingezogen fühlen werde, die mir nicht gut tun. Ich an ihnen klebe wie Kaugummi. Egal, was sie mit mir machen. Egal, was die kleine Lynn eigentlich braucht. Und das macht mich wütend. Aber eigentlich auch traurig. Ich sehe, wie um mich herum alle langsam aber sicher ihre Sicherheit im Leben finden. Partner, Job, Familie, … Und ich stehe da. Auf der Stelle. Mit meiner Trauer. Wut. Angst. Und dem immer mal wieder vorbeischauenden Mut. Mut jetzt was zu verändern. Ich lasse mich vom Mut beflügeln. Und dann reicht eine Kleinigkeit. Nur eine klitze kleine. Und es ist alles wieder da. Kein Mut mehr. Nur noch Angst. Und dieses unglaublich gemeine Gefühl, nie genug sein zu können. Nie geliebt werden zu können. Anstrengend zu sein. Natürlich nur für die nicht, die alles für mich gäben. Aber die will ich nicht. Höre es ja abermals. Was für eine tolle Ausstrahlung ich habe . Wie hübsch ich sei. Wie stark ich sei. Dass ich alle anstecke mit meiner offenen, herzlichen und so unglaublich liebevollen Art. Ja. Wow. Schön für alle anderen. Aber es bringt mir nichts. Weil ich es mir selbst nicht glaube. Also irgendwie schon. Ich weiß, dass ich diese Art kann. Ich weiß, dass ich zeigen kann, wie unglaublich gern ich Menschen eigentlich habe. Aber im Grunde ist das nur der eine Teil von mir. Der Engel. Und selbst wenn ich es glauben könnte. Dass ich eine tolle Ausstrahlung habe, stark bin blablabla. Es reicht mir nicht. Es reicht mir nie. Es ist nie genug um zu verstehen, dass ich liebenswert bin. Liebenswert – genau so wie ich bin. Und gut genug. Nicht zu anstrengend. Nicht zu anhänglich. Einfach nur genug. Ich krieg sie nicht weg..diese negativen Affirmationen.

In meinem Kopf kämpft die Angst immerwährend gegen den Mut. Und das ganze dann auf hoher See. Mit Sturm. Und Regen.

Ich mag den aktuellen Wellengang nicht. Er überfordert mich. Ich bin unsicher. Selbstzweifel. Wut. Ich habe Angst. Verliere mich wieder ein Stück. Selbstzweifel. Schwäche. Rückschritte?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.