Self care is a priority.

Es geht mir besser. Heute war ein guter Tag. Zumindest für die aktuelle Situation gut. Nachdem ich gestern den Beitrag verfasst habe, habe ich gemerkt, dass es mich erstmal erleichtert hat. Dennoch wollte ich nicht aufstehen. Habe mich fast den ganzenTag im Bett verkrochen. Stundenlang am Handy gesessen. Und immer wieder diese Wut in mir gespürt, die aber irgendwie nicht rauswollte. Habe es nicht geschafft mich auf einen Film zu konzentrieren. Ich hatte keine Lust auf Film gucken. Keine Lust auf Handy. Keine Lust auf Menschen. Keine Lust auf alleine sein. Keine Lust auf absolut gar nichts. Alles hat mich gereizt. Alles und nichts. Nach ein paar Stunden habe ich mich dann aufgerafft. Irgendwie. Ungeschminkt und nur fix Zähne geputzt bin ich raus gegangen.

Habe einen Spaziergang gemacht. Nur für mich. Erst mit Musik in den Ohren. Hat mich dann genervt. Also ohne. Dann war es schön und ich fing langsam an es zu genießen. Habe mir für den Spaziergang meine Lieblingsjacke angezogen. Mir war zwar echt warm, aber ich habe mich gefreut sie zu tragen. Meine geliebte Sonne kam ab und zu raus. Und ich habe die frische Luft genossen. Meine Gedanken haben zwar nicht aufgehört zu kreisen und ich habe immernoch diese unglaubliche Enttäuschung vom Vortag gespürt: aber meine Gereiztheit wurde weniger.

Self care is a priority. So heißt der Beitrag.

Und damit möchte ich euch allen sagen: Wenn ihr im schwarz steckt. Wenn ihr im Loch seid. Dann lasst eure Gefühle zu. Nehmt sie an. Lasst sie raus. Haltet sie aus. Und irgendwann, wenn ihr euch auch bei einem noch so kleinen Gedanken erwischt, das Loch verlassen zu wollen, rafft euch auf. Der Gedanke kann noch so kurzweilig sein. Nutzt ihn. So wie ich gestern. Ich weiß, das ist verdammt schwer. Und ihr schafft es vielleicht nicht immer, aber wenn es bei einem von x Malen klappt seid ihr nachher stolz auf euch.

Denn ihr habt für euch gesorgt. Gefühle angenommen, aber dann auch entschieden nicht im schwarz bleiben zu wollen.

Ich lerne erst durch die Therapie für mich zu sorgen. Vor ein paar Monaten hätte ich nicht gewusst wie ich damit umgehen soll und wäre liegen geblieben. Oder ich hätte mich von einer Aufgabe in die nächste gestürzt. Den ganzen Tag. Voller Wut. Hätte mich dafür verurteilt, womöglich sogar gehasst und das Gefühl einfach nur verdrängen wollen.

Aber gestern habe ich mich auch aus einem winzigen Moment heraus entschieden, etwas Gutes für mich zu tun. Und siehe da: Heute war ein guter Tag. Ich habe ganz viel auf mich geachtet. Ich war zwar auch gut beschäftigt. Aber: ich habe einen unverbindlichen Termin abgesagt, weil mein Bauchgefühl mir gesagt hat es könnte zu viel werden. Habe eine kleine Pause zwischen meinen Aufgaben eingelegt. In dieser habe ich mich in meinen Sessel gesetzt und einen Tee getrunken. Habe Gedanken und Gefühlen etwas Raum gegeben. Und dann habe ich eine Uhrzeit festgelegt, bis zu der ich die Wohnung aufräumen und dekorieren möchte. Und auch wenn ich die Uhrzeit um 30 Minuten überschritten habe, fühlt es sich gut an.

ICH habe entschieden wann ich den Stress loslasse. Und dann bin ich baden gegangen. Mit Schaum. Ich liebe Schaum. Erinnert mich an meine Kindheit. Habe dort versucht eine geführte Meditation zu starten. Was aber zu sehr abgelenkt. Na und? Ist okay. Dann probiere ich es eben gleich nochmal.

Hauptsache ich achte auf mich. Auf mein Bauchgefühl. Meine Gefühle. Meine Bedürfnisse. Und tue mindestens einmal am Tag etwas, das mir gut tut. Und wenn es nur ein Lächeln vor dem Spiegel ist. Oder ein schönes Lied.

Welche Dinge machen dich glücklich? Ein bestimmtes Kleidungsstück, ein besonderes Lied, dein Lieblingsgericht, ein schönes Bad, …. Es gibt so viele kleine Möglichkeiten dir selbst etwas Gutes zu tun.

Sei dir selbst am wichtigsten. Sei dankbar für dich. Self care IS a priority.

It is my first priority.

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