Versteckte Gefühle und fiese Erinnerungsfallen

Short Update: Therapie „Hausaufgabe“

Mein Tag war arbeitstechnisch recht produktiv. Habe mich heute morgen dazu gezwungen meine „Hausaufgabe“ zu erledigen. Danach Kram für die Uni/Arbeit. Beim Nachdenken über die Nachteile meines Bewältigungsmodus „Nie-für-mich-sein-können“ kam dann irgendwann ein Gefühl auf. Hab’s aber nicht ganz zugelassen. War mir suspekt. Habe kurz die Tränen in meinen Augen gespürt, gemerkt, dass ich mich traurig fühle. Traurig, weil ich es trotz all der negativen Aspekte, die mir ja offensichtlich nicht unbekannt sind, nicht hinbekomme dem Verhalten mal entgegen zu wirken. Habe die Sachen aufgeschrieben … Kurz die Tränen rausgelassen…und mich wieder in Uni-Kram gestürzt. Morgen wird das dann in der Sitzung reflektiert. Ich habe Angst. Will mir nicht meine Sicherheit wegnehmen (lassen).

Was sonst los ist im Kopf?

Erinnerungen. Die sind richtig fies. Seit zwei, drei Wochen schon wieder vermehrt. Die werfen mich zurück, ziehen mich runter. Und treten einfach so unberechenbar auf. Frei nach dem Motto: Jetzt fühlen wir uns gerade gut. An was könnten wir mal denken ? Oh. Ich weiß. Es war doch so ein tolles Gefühl letztes Jahr im Urlaub. Mit dem Ex. Top. Gute Laune weg. Trauer. Einsamkeit. Sehnsucht. Die Realität, dass ich gar nicht alleine bin wird mal wieder ausgeblendet. Meine Freunde und Familie geben mir einfach nicht das, was ein Partner tut. Egal wie sehr sie es probieren. Wünschte es wäre anders. Habe im Moment wohl echt zu viel Zeit. Zu viel Zeit, die Platz für Erinnerungen schafft. Und es fällt mir Tag für Tag schwerer diese wieder und wieder im Kopf ins positive umzuwandeln. Fühlt sich an wie ein Rückschritt im Moment.

Rückschritte passieren denkt ihr jetzt. Ja.

Nur dass ich dieses Gefühl von Rückschritt schon x Mal seit der Trennung von meinem Ex hatte. Jedes Mal 5 Schritte vor. Trennung akzeptieren. Vermeintlich wohlfühlen. Weitermachen. Und dann wieder 3 Schritte zurück. Vermissen. Angst. Trauer. Wut. Immer und immer wieder steige ich in dieses Karussel ein. Denke jedes Mal, dass ich es jetzt endlich akzeptiert habe. Bis zur nächsten Erinnerungsfalle. Die so hartnäckig weiter auftritt, bis ich nachgebe.

Mein Ex und ich befinden uns derzeit im Stadium „Vielleicht gehen wir in der Zukunft mal einen Kaffee trinken“. Top. Ist jetzt nicht so als würde ich jeden Tag drauf warten, aber unbewusst kriege ich doch so niemals den Schlussstrich mit Edding gezogen. Will ich aber auch eigentlich nicht. Dann habe ich nämlich keine „Sicherheit“ in der Vergangenheit mehr an die ich mich klammern kann. Und eigentlich ist da doch noch Liebe, oder?

Chaos und ich kriege keine Struktur rein.

Die Erinnerungen sind wie Fallen. Sie kommen derzeit für meinen Geschmack zu oft vor. Wahrscheinlich weil ich mich dem „Alleine-Sein“ versuche zu stellen. Kein Kontakt zu Personen, die eh kein wirkliches Interesse an mir als Person haben. Damit ich nicht in die Treibsand – Falle der Vergangenheit trete.

Bleibt also nur: Durchhalten.

Ist anstrengend. But worth it.

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